SEXISMUS. Gefragt ist der Teflon-Mann?

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(Copyright:vgstudio-fotalia.com)

Ski-Olympiasieger Markus Wasmeier, 49, erlebt es oft, „dass ich begrapscht und angebaggert werde. Das finde ich widerlich“.

Schauspieler Hannes Jaennicke, 53, glaubt: „Ein Mann darf genau so weit gehen, wie die Dame es zulässt.“

Und Schriftsteller Martin Mosebach, 61, fürchtet inzwischen: „Gefragt ist heute offenbar der Teflon-Mann, von dem alle weiblichen Reize abgleiten, ohne dass er das Gesicht verzieht.“

Und was genau ist das, was die Sängerin Ina Müller in ihrer Show “Inas Nacht” pflegt, wenn sie ihre nämlichen Gäste permanent nach ihren Unterhosen oder sexuellen Vorlieben befragt?

Deutschland diskutiert über Sexismus. Und diese Debatte beschäftigt längst nicht nur die Frauen des Landes. Nach einer repräsentativen Meinungsumfrage für das Nachrichtenmagazin FOCUS halten 39 Prozent der Deutschen diese „gesellschaftliche Diskussion über den richtigen Umgang der Geschlechter miteinander“ für „sehr wichtig“ und 40 Prozent für „wichtig“. Nach den aktuellen Zahlen haben sich 24 Prozent der Frauen in Deutschland durch sexuell anzügliche Bemerkungen schon einmal „belästigt gefühlt“. Dieses Gefühl teilen sie mit immerhin sechs Prozent der Männer, wie die Umfrage ergab.

Die Verunsicherung ist groß, gerade wenn vom Donnerstag dieser Woche an mit der Weiberfastnacht die so genannte närrische Zeit auf Touren kommt. Was darf Mann eigentlich noch?

Der Psychoanalytiker Rolf Haubl, Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt/Main: „Die Annäherung zwischen Mann und Frau, landläufig Flirt genannt, ist eine Sache des permanenten Aushandelns, was erlaubt ist. Jeder der Teilnehmer an einem Flirt sendet dezente Signale aus. Übergriffe geschehen, wenn keine Rücksicht auf derartige Signale genommen wird.“

Als ein Beispiel für einen derartigen Übergriff ordnet Professor Antal Festetics die Affäre Brüderle ein: „In unseren Genen steckt noch anderes, nämlich die Zivilisation. Sie sollte einen lüsternen Parteifunktionär von einem läufigen Dackelrüden unterscheiden.“

Anmerkung zu Festetics: War der Herr Professor dabei, als Brüderle in der Hotelbar die Journalistin “anbaggerte”? Oder teilt Festetics die große Begabung für Vorverurteilung mit “BILD”-Kommentatorin Alice Schwartzer?

(Das Magazin FOCUS hat in dieser Woche SEXISMUS als Titelthema)

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