#Günter_Verdin: “Historische” Gedichte. #1989

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SEPTEMBER 1989

BOTANIK

Die Hoffnung grünt,

Und Perestroika blüht,

(Wer selbst im Glasnost sitzt,

Wirft nicht den ersten Stein)

Und Solidarnosc pflanzt sich fort.

Nur die DDR

Will Mauer-Blümchen bleiben.

TEILWEISE

Wir teilen die Meinung,

Bis jeder eine hat,

Eine, wohlverstanden,

Denn Meinungsvielfalt bringt nur Streit.

Wir teilen den Mangel,

Bis ihn alle leiden.

Wer keinen Neid kennt,

Kennt auch keinen Mangel.

Wir teilen die Freiheit,

Und weil wir so viele sind,

Bleibt von der Freiheit

Nicht viel übrig.

ANMERKUNG: AM 9.NOVEMBER 1989 FIEL DIE MAUER.

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3Sat: Wie Menschen den II. Weltkrieg durchlitten

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(Zwangsarbeiter im KZ Dachau)

VON GÜNTER VERDIN http://www.verdinguenter.blogspot.com

Das Thema Zwangsarbeit während der Nazi-Diktatur ist lange Zeit auch in Österreich totgeschwiegen worden. Im Herbst 1944 gab es in der “Ostmark” fast eine Million Zwangsarbeiter. Im gesamten Dritten Reich wurden bis 1941 unter anderen über zwei Millionen russische Gefangene zu Sklaven der deutschen Kriegsmaschinerie.

Und obwohl diese Problematik nur ein Teilaspekt des übergeordneten Themas “Kriegsgefangenschaft in und nach dem II. Weltkrieg” in der vierteiligen ORF-Dokumentation (3SAT, Sonntag und Montag) ist, treffen den Zuseher die Archivbilder und die Aussagen von Überlebenden der ersten Folge “Verschleppt und ausgebeutet” mit besonderer Wucht. Zwangsarbeiter wurden zu Tode geschunden,oder bei Luftangriffen getötet, weil es ihnen untersagt war, Luftschutzkeller aufzusuchen. Originalton Heinrich Himmler :”Ob bei dem Bau eines Panzergrabens 10.000 russische Weiber an Entkräftung umfallen oder nicht, interessiert mich nur so weit, als der Panzergraben für Deutschland fertig wird.”

Auch In der zweiten Folge der hervorragenden historischen Aufarbeitung des Themas Kriegsgefangenschaft mit dem Titel “Der goldene Westen?” werden bisher wenig bekannte Details präsentiert. Während die Gefangenschaft in US-Lagern einem Urlaubsaufenthalt glich ( wie Betroffene mehrfach bezeugen), verstießen Frankreich und Großbritannien noch nach dem Krieg skrupellos gegen die Genfer Konvention, indem sie ihre Gefangenen in Minenfeldern einsetzten.

Das Ende der Gefangenenschaft bedeutete nicht für alle Heimkehrer eine Schicksalswende. Stalin ,zum Beispiel, ächtete die ehemaligen Zwangsarbeiter als Kollaborateure, die dem Feind gedient hätten. Und vor seiner Freilassung aus einem Lager in Kansas nahm sich ein deutscher Soldat, der sich auf das Wiedersehen mit seiner Familie gefreut hatte, das Leben. Seine Frau hatte ihm brieflich mitgeteilt, dass sie sich wegen eines anderen scheiden lassen wolle.

50 Jahre deutsch – französische Freundschaft: voilá !

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Der am 22. Januar 1963 unterschriebene „Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit“ ist bekannt als Élysée-Vertrag.

Foto: Javier Brosch

MALALA ist das MÄDCHEN DES JAHRES 2012

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TIME hat Malala zum Mädchen des Jahres 2012 gewählt. Malala, eine Schülerin aus dem pakistanischen Swat-Tal, hat Beiträge für ein Blog über den Alltag unter Taliban geschrieben und sich für die Bildung von Frauen engagiert. Am 9. Oktober schoss ihr ein Talib in den Kopf. In einer Spezialklinik in England bemühen sich Ärzte um ihre Genesung.

Zum Mann des Jahres 2012 hat das TIME Magazin BARACK OBAMA gewählt.
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Mineralölfreier ADVENTKALENDER.20. Dezember

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Die “Madonna” von Stalingrad”

“Licht, Leben, Liebe” . Mit diesem Motto hat der Pastor und Oberarzt Kurt Reuber seine im Kessel von Stalingrad zu Weinachten 1942 entstandene Zeichnung einer Schutzmantelmadonna umrandet.

Licht, Leben, Liebe: Weihnacht 1942

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(Foto:ZDF)

Von Günter Verdin

http://www.verdinguenter.blogspot.com

24.Dezember 1942: die Deutschen sitzen vor ihren Volksempfängern und hören in einer NS- Propaganda- Ringsendung die zuversichtlichen Botschaften von Frontsoldaten aus aller Welt, unter anderem auch aus Stalingrad. Auch die Soldaten selbst empfangen das Programm , das nicht nur Weihnachtsstimmung, sondern auch Durchhalteparolen vermitteln soll. Der Führer hat auffaltbare Papier-Weihnachtsbäume und Päckchen mit Zigaretten und Lebkuchen geschickt, deren Inhalt auf dem langen Postweg meist geplündert wurde. Was die Daheimgebliebenen nicht ahnen: zu diesem Zeitpunkt befindet sich die 6. Armee bereits in aussichtsloser Lage. Bereits beim Wintereinbruch im November waren die Deutschen von der Roten Armee eingekesselt worden. Im Februar 1943 kapituliert die 6. Armee unter Generalfeldmarschall Paulus gegen den ausdrücklichen Befehl Hitlers: von den 90.000 deutschen Soldaten, die in russische Gefangenschaft kamen, sahen nur 6.000 die Heimat wieder.

Die ZDF-Doku “Stille Nacht in Stalingrad” betrauert in einer Mischung aus Wochenschaumaterial , Interviews mit Überlebenden und etwas seltsam anmutender “szenischer Rekonstruktion” den sinnlosen Tod der deutschen Soldaten , verschweigt aber nicht die von der 6.Armee begangenen Gräueltaten am bewaffneten Feind und an der Zivilbevölkerung. Drei Millionen Rotarmisten kamen in deutscher Gefangenschaft um.

Für die 90minütige ARTE-Reportage “Winter 42/43”, die zur selben Zeit ausgestrahlt wurde, ist Stalingrad nur ein Teilaspekt. Hier dominieren historische Amateur-und Wochenschau-Aufnahmen von der russischen Front , aber auch aus dem von den Deutschen besetzten Frankreich und aus Großbritannien. Das weitet den Blick des Zuschauers für weltgeschichtliche Zusammenhänge, ohne dass die menschlichen Schicksale in allen in den II.Weltkrieg involvierten Länder unberücksichtigt bleiben. Die Tagebuch-Einträge
des 14-jährigen Holocaust-Opfers Rutka Laskier aus dem Ghetto in Polen berühren ebenso zutiefst wie auch der Liebes-Briefwechsel zwischen der jungen Widerstandskämpferin Sophie Scholl und ihrem Freund Fritz Hartnagel, der Stalingrad überlebte. Sie alle träumten von “Licht, Leben, Liebe” . Mit diesem Motto hat der Pastor und Oberarzt Kurt Reuber seine im Kessel von Stalingrad entstandene Zeichnung einer Schutzmantelmadonna umrandet.

WELTUNTERGANG.Die Zeit geht weiter, auch wenn ein Kalender aufhört

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Im Dezember beginnt ein neuer Abschnitt im alten Maya-Kalender. Aus dieser Zeitwende machten einige Verschwörungstheoretiker ein Ende der Welt. So wie wir sie kennen, soll sie am 21. Dezember untergehen.
Dazu der Zukunftsforscher Matthias Horx : „Apokalypsefantasien sind zu allen Zeiten ein wichtiger Teil menschlicher Kultur. Im Mittelalter war das Weltende – und das damit beginnende Reich Gottes – Teil des Alltagsverständnisses. Die meisten Religionen kommen kaum ohne eine Vorstellung des Weltendes aus.“
Untergangsprophezeiungen sollen die Gläubigen disziplinieren : sie begeben sich zur Bewältigung ihrer Ängste in die “Obhut” von Autoritäten, die davon profitieren.

Horx: „Wir fürchten uns vor den falschen Gefahren. Zum Beispiel: Die Chance, einem terroristischen Attentat zum Opfer zu fallen, ist winzig. Die Chance, durch Rauchen an Krebs zu sterben, aber sehr hoch.“

Am 21. Dezember 2012 endet die 13. Periode des Maya-Kalenders. Von Weltuntergang ist bei den Mayas aber nicht die Rede: Die Zeit geht weiter, auch wenn ein Kalender aufhört. Die Maya hatten eine zyklische Vorstellung von Zeit.

Die dümmste Ausrede seit Jahren: Hakenkreuz war nur Kleeblatt!!!

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22. August 2011: Eine Frau öffnet am Morgen in Koblenz-Rübenach ihr Schlafzimmerfenster und traut ihren Augen nicht. 20 Meter entfernt, auf dem Spitzdach des Nachbarhauses, prangt ein großes, unübersehbares Hakenkreuz – rot auf schwarzem Grund. 4 Meter hoch und 4 Meter breit. Sie erstattet Anzeige.

November: Der Dachdecker (48) verteidigt sich vor dem Amtsgericht Koblenz wie folgt: „Ein Hakenkreuz? Vielleicht sieht es so aus. Aber es ist keines.“ Es sei so gewesen: Er sollte auf dem Hausdach alte Ziegel austauschen. Und er wusste, in einer der Wohnungen wohnt ein Krebskranker. Das Kleeblatt sollte ihm Glück bringen.

Übrigens: Wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde der Mann zu einer Strafe von 1400 Euro (70 Tagessätze) verurteilt. Er legte Berufung ein.

Das Hakenkreuz wurde am selben Tag wieder entfernt

CHE!

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Er ist der am meisten abgebildete Mensch der Welt: Ernesto “Che” Guevara. Ihm und den Bildern der Revolution in Kuba ist im Salzburger Rupertinum eine Fotoausstellung gewidmet.

Die Bilder stammen wie alle anderen der Ausstellung aus der Sammlung Christian Skrein. Der in St. Gilgen lebende Fotograf und manische Bildersammler trug 4500 Fotografien der kubanischen Revolution zusammen.

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Darunter auch einen von Alberto Korda beschnittenen Originalabzug des legendären Che-Porträts, das als Poster millionenfach in Studenten-WGs hing. Es entstand am 5. März 1960 bei der Trauerfeier für die Opfer einer Explosion auf dem Frachter “La Coubre” im Hafen von Havanna. Das Schiff brachte Waffen für die Revolutionäre. Die CIA jagte es in die Luft.

Che Guevara. Bilder einer Revolution. Fotografien der Skrein Photo Collection, Museum der Moderne, Rupertinum Salzburg, bis 3. Februar 2013.

ROMMEL. Wir sind auch für unseren Gehorsam verantwortlich

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Von GÜNTER VERDIN

Hat der Generalfeldmarschall Erwin Rommel, der legendäre “Wüstenfuchs”, von den Attentatsplänen gegen Adolf Hitler gewusst oder war er sogar in die Verschwörung involviert? Die Aussagen von Zeitzeugen widersprechen einander. Ihn nachträglich zum Widerstandskämpfer hoch zu stilisieren, vermeidet der von Niki Stein aufwändig an vielen Schauplätzen inszenierte dokumentarische Spielfilm “Rommel” (ARD) ebenso wie die beim Thema Nationalsozialismus sonst übliche Dämonisierung.

“Rommel” ist ein nüchterner, unaufgeregter Film, in dem die Drahtzieher für Hitlers Angriffskriege ein menschliches Gesicht bekommen, ohne dass die Kriegsgreuel verharmlost würden.
Erwin Rommel selbst wird als dem Führer blind ergebener Gefolgsmann und Karrierist gezeigt, dessen anfängliche Erfolge gegen die Engländer im “Afrikafeldzug” ihn zum Volkshelden und zum Vorzeigesoldaten der Nazi-Propaganda erhoben.

Umso tiefer war der Fall nach der späten Einsicht, dass die Schlacht am Atlantikwall durch die Invasion der Alliierten am 6. Juni 1944, dem D-Day, verloren sei. Da er von Hitler als Konsequenz den Abzug der deutschen Truppen forderte, entzog ihm der misstrauisch gewordene Führer das Vertrauen. Am 14. Oktober 1944 wurde Rommel wegen des Verdachts der Mitwisserschaft bezüglich des Attentats auf Hitler zum Selbstmord gezwungen. Offiziell starb der Volksheld an seinen Kriegsverwundungen, am 18. Oktober wurde ihm im Ulmer Rathaus ein opulentes Staatsbegräbnis ausgerichtet.

Zwei Schauspieler ragen aus dem hochkarätig und auffallend typgerecht besetzten Ensemble hervor. Johannes Silberschneider trifft Tonfall und autistischen Chrakter Hitlers frappierend, ohne in Parodie zu verfallen.

Und Ulrich Tukur charakterisiert Erwin Rommel in faszinierender analytischer Genauigkeit als Streber, auch als aufrechten Soldaten im falschen politischen System. Niki Stein hat seinem Film einen Satz von Hannah Arendt als Motto vorangestellt: “Wir sind auch für unseren Gehorsam verantwortlich.”

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