KUNST:Die Rolle der Klopapierrollen

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Das Klopapier spielt eine Rolle in der Kunst, bezw. die Rolle spielt eine Rolle. Der Kärntner Künstler Heimo Zobernig hat Dutzende Rollen, unbehandelt oder geknickt, zu einer Skulptur verarbeitet.
Die Ausstellung seiner Werke im Grazer Kunsthaus (bis 1. September 2013) gibt einen Überblick über das vielschichtige Oeuvre des Grafikers, Bühnenbildners, Regisseurs, Architekten, Bildhauers, Kurators und Künstlers Heimo Zobernig.

Ausstellung: Heimo Zobernig, Kunsthaus Graz, bis 1. September.

DER KÜNSTLER:

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Heimo Zobernig (* 1958 in Mauthen, Kärnten) ist ein österreichischer Künstler, der in Wien lebt.

1977-1980 Akademie der bildenden Künste Wien

1980-1983 Hochschule für angewandte Kunst Wien

1994-1995 Gastprofessur, Hochschule für bildende Künste Hamburg

1999-2000 Professur für Bildhauerei, Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule Frankfurt am Main

seit 2000 Professur für Bildhauerei, Akademie der bildenden Künste Wien

Die reduzierte Formensprache setzt sich mit Traditionen des 20. Jahrhunderts wie dem russischen Konstruktivismus, der niederländischen De Stijl-Bewegung, oder den Zürcher Konkreten auseinander und spiegelt eine „nüchterne, transzendenzlose Sicht auf die Welt“ (Zitat Zobernig). Sämtliche Arbeiten tragen die Bezeichnung „Ohne Titel“. Die bevorzugten Materialien, Pappe, Sperrholz oder Styropor, sind lapidare und prekäre Materialien, die nicht für die Ewigkeit gemacht sind und so den Wert und die Objekthaftigkeit des Kunstwerks in Frage stellen.

Quelle: WIKIPEDIA

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EGON SCHIELE WUNDERKIND

Kindheit und Jugend Egon Schieles

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SELBTPORTRAIT SCHIELE

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Das ist die Staatsbahn-Identitätskarte des 12-jährigen Egon Schiele, mit eigenhändiger Unterschrift. Der Beruf des Vaters erlaubte den Kindern „Fahrten zum Personalpreise für eigene Bedienstete und Familienangehörige derselben“.

Egon Schiele (1890-1918) verbrachte seine Kindheit in Tulln, im Bahnhofsgebäude. Sein Vater war Bahnhofsvorstand. Schon als Siebenjähriger zeichnet Egon erstaunlich detailliert Gleise und Signalanlagen. Die Eltern haben die Skizzenbücher allerdings verheizt.
Nachdem der Vater 1904 gestorben war, besuchte Schiele die Schule in Klosterneuburg. Den Zeichenlehrern fiel sein Talent auf. Einer notierte:

„Wer an diesem Burschen nicht etwas Außergewöhnliches erkennt, der musste keine Augen im Kopf haben“.

Später, auf der Akademie, begegnet er Gustav Klimt, was entscheidend für seine künstlerische Entwicklung wird. Lange Zeit blieb Schiele nicht, Erfolg und Anerkennung zu genießen: mit 28 Jahren starb er an der Spanischen Grippe.

In Tulln befindet sich heute das Egon Schiele-Museum.

Mit Kindheit und Jugend Schieles befasst sich der neue Bildband:
Egon Schiele. Der Anfang. Christian Bauer (Hg.), 224 S., Englisch/Deutsch. Hirmer Verlag München 2013.

Die weltgrößte Schiele- Sammlung befindet sich im Leopold Museum im Wiener Museumsquartier: 41 Ölgemälde und 180 Aquarelle und Zeichnungen. Besonders bedeutend sind Schieles Arbeiten aus den Jahren 1910 bis 1915, das war die kreativste Zeit des Meisters des Expressionismus.

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Das selten gezeigte Bild “Die Häuser am Meer” (1914) aus der Sammlung Leopold

“Jedes Haus gleicht einem menschlichen Gesicht. Eine scharfe, horizontal Grenzlinie hinter den Häusern markiert den Übergang zum hellgrauen Meer, aus dem, weit draußen Felsen auftauchen, die sich vor dem dunkelgrauen Himmel abzeichnen. Rudolf Leopold nannte diesen Horizont die ‘Ewigkeitslinie des Niemandslandes und des Weltendes’ “.

(Museumsleiterin Elisabeth Leopold)

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EIN MANN MACHT SICH ZUM SCHIELE

“Was passiert, wenn ein junger Künstler, der sich während seines Studiums mit Egon Schiele auseinandersetzt, von einem weitaus älteren Kurator entdeckt wird? Und was, wenn es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt?
René Luckhardt ist Künstler. Und Kurator. 1996 studierte er am Chelsea College of Art and Design in London. In dieser Zeit entstand eine Fotoserie, in der Luckhardt sich mit Egon Schiele auseinandersetzte. Schieles Werk hatte schon früher einen magischen Einfluss auf den jungen Künstler ausgeübt, sodass Luckhardt sich zeitweilig dessen Malstil aneignete. In der Londoner Fotoserie imaginierte er sich nun noch einmal in Schiele hinein – mit Hilfe des Mediums der Fotografie. Ausgehend von Schiele-Posen improvisierte Luckhardt vor der Kamera und inszenierte dabei seinen eigenen Körper als Gemälde. Die insgesamt über 140 Foto-Negative, die dabei entstanden, waren seither verschollen und vergessen.
Jahre später hat sich René Luckhardt neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch mit seinem Avantgarde Salon Wonderloch Kellerland als Kurator etabliert, mit bis zu 20 Ausstellungen jährlich, die er organisiert, betreut oder selber ausrichtet. Als er 2012 dann völlig unerwartet den eigenen Fotozyklus in die Hände bekommt, ist er verblüfft, „welcher junge Mann sich da 1996 an Schiele abgearbeitet hat“.

René Luckhardt, untitled (EGON SCHIELE, LONDON 1996), 1996, 2012Archival Pigment Print, 60 x 50 cm Ed. 3

Und Egon Schiele als Style-Ikone:

Ein Papst aus Kondomen – eine Provokation

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Der Augenschein trügt: Sie sehen ein Bild des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Die Künstlerin Niki Johnson fertigte das Porträt aus ungewöhnlichem Material an : sie verwendete dazu 17.000 Präservative.
Johnson zog die Präservative, wie beim Teppichknüpfen, durch die Maschen eines Netzes. Auf der Rückseite ragen die ausgerollten Kondome heraus. Die Farbnuancen schuf die Künstlerin durch Bündel verschiedenfarbiger Kondome.

Das mehr als 200 mal 150 Zentimeter große Kunstwerk ist zurzeit in der „Portrait Society“-Galerie in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin zu bewundern und soll jetzt versteigert werden. Ein amerikanischer Aids-Aktivist hat bereits 20 000 Dollar geboten. Johnson will einen Teil des Verkaufserlöses an Aids-Organisationen spenden. Die Versteigerung läuft noch bis Ende Mai.

Die Idee war der Künstlerin im März 2009 gekommen, als sie Benedikts kontroverse Äußerung bei seinem Afrikabesuch hörte, Aids lasse sich nicht mit Kondomen besiegen, diese könnten das Problem vielmehr noch verschlimmern. Johnson stellte ihr Werk in jener Woche Ende Februar fertig, als der deutsche Papst seinen Rücktritt erklärte.

KONDOME HELFEN NICHT, SAGT DER PAPST. JETZT HELFEN SOGAR 17.000 Kondome im Kampf gegen AIDS.

KUNST. Ein Haus steht Kopf

Ausstellung von Erwin Wurm im MUMOK im Wiener MuseumsQuartier im Jahr 2006

KUNST UND WIRKLICHKEIT
Terfens, 16.03.2012
Mit einer besonderen Attraktion kann bald Terfens im Tiroler Bezirk Schwaz aufwarten: Ein auf dem Kopf stehendes Haus soll künftig Einheimische und Touristen anlocken. Für den Bau verantwortlich sind zwei Polen, die mittlerweile in der Gemeinde leben. Auch das Innenleben wurde gespiegelt. Alle Einrichtungsgegenstände befinden sich an der Decke.

Die beiden Polen hatten bereits ähnliche Projekte in Deutschland und in ihrer Heimat realisiert. In Terfens entwarfen sie zusätzlich eine Garage, an der ein VW-Käfer an der Decke montiert wurde. Das Haus hat 140 Quadratmeter “Wohnfläche”.

“There is not one rule which says this is art or this in not art. I think everyone has to define it by himself. I think art is something very important because it gives us the possibility to create a new reality or a parallel reality.” -Erwin Wurm

Erwin Wurm
Looking for a bomb 1

Erwin Wurm
Kunstbau

Der Kuenstler

KUNST. Hochstapelnde Bierkisten und tanzende Zimmerpflanzen

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“Volksnahe Hochkultur” von Jochen Traar: zehn übereinander gestapelte Bierkisten mit Motor und elektrischer Steuerung

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Ginger and Fred, 2013, Rauminstallation:

Podest, 32x280x100 cm, Blumentöpfe 2-teilig, je 64 cm h x 75 cm Ø Palmen, Pneumatik, elektronische Steuerung, Sound

© Jochen Traar

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ART PROTECTS YOU 1997, Murano-Glas, 2-teilig:

Besen, 125×30 cm, Eimer, 34,5, h x 31 cm Ø

Kunstsammlung der Kulturabteilung – MUSA, Wien © Jochen Traar

DIE AUSSTELLUNG:

Titel der Ausstellung: „Art Protects you – nichts/ und/ alles/ oder”

Dass die Kunst schützt, hat Jochen Traar schon in den 1990er-Jahren in Los Angeles behauptet. Damals ließ er die Buchstaben des Slogans „Art protects you“ auf einem Autokonvoi über die Freeways kutschieren. In Venedig fuhren die Lettern in Gondeln.

Christine Wetzlinger-Grundnig vom MMKK , Klagenfurt, versteht Traars Slogan als Angebot: „Keine Ideologie, keine (Er-)lösung, keine Rettung, sondern Schutz. Bloß der Vorschlag einer Möglichkeit.“ Ausstellung: Jochen Traar, MMKK Klagenfurt, bis 2. Juni.

DER KÜNSTLER:

1960

geboren in Essen (D)

1960 – 1979

Kindheit und Jugend in St. Kanzian am Klopeinersee, Österreich

1979

Matura BRG Völkermarkt

1979 – 1984
Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste, Wien, Meisterklasse Prof. Bruno Gironcoli

1995 – 1996

MAK Schindlerstipendium, Los Angeles

1997 – 1998

Los Angeles

1999 – 2002

Projektraum „friends of the night“ Wien

Ab 2002

Atelier in St. Veit im Jauntal, Kärnten

Siehe auch ERWIN WURM in diesem Blog!

EI, EI, FABERGÉ (3)

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Ei mit der Transsibirischen Eisenbahn 1900

GESCHICHTE:
Geschenk von Zar Nikolaus II. an seine Gattin, Zarin Alexandra Fjodorowna
Ein Ei aus Silber mit aufklappbarem Deckel, geschmückt mit farbigem Email, auf weißem Onyx-Sockel stehend. Das zentrale Silberband ist graviert mit dem Streckenverlauf der Transsibirischen Eisenbahn und der Schrifttafel: Große Sibirische Eisenbahnstrecke im Jahr 1900.

Der dreiteilige Miniaturzug besteht aus einer Platin-Lokomotive mit Rubinscheinwerfern und Rücklichtern aus Diamanten und fünf goldenen Waggons mit Bergkristall-Fenstern. Die ersten vier Waggons tragen die Aufschriften Post, Nur für Damen, Raucher und Nichtraucher. Der letzte Wagen ist als orthodoxe Kapelle gestaltet. Der Mechanismus des Zuges wurde wiederum durch einen goldenen Schlüssel aufgezogen und ließ den aufgeklappten Zug rollen.

HEUTE: Kreml-Rüstkammer, Moskau (Inventar-Nr. 646/I-3)

Gründonnerstag , 28.03.2013

EI, EI, FABERGÉ (2)

FABERGE KRÖNUNGSEI (2)

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Krönungsei.1897

Das Krönungsei, das Nikolaus II. 1897 seiner deutschen Gemahlin Alexandra überreichte, ist äußerlich den Motiven von Alexandras Krönungsmantel nachempfunden. Im Inneren steckt eine detailgetreue Nachbildung der Kutsche, mit der die Zarin durch Moskau zur Uspensky-Kathedrale fuhr.

Sotheby’s taxierte einst das Ei auf 24 Millionen Dollar. Heute wird der Wert auf 30 Millionen Dollar geschätzt, obwohl der Materialwert, nach Ansicht von Fachleuten, vergleichsweise gering ist.

EI, EI, FABERGÉ (1)

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Hennen-Ei,1885: das erste von Faberge gefertigte Prunkei

GESCHICHTE: Zar Alexander III. will etwas ganz Besonderes: 1885 ernennt er Carl Fabergé zum Hoflieferanten und bestellt ein besonderes Osterei für seine Frau Maria Feodorowna. Die Überraschung besteht aus einem knapp zehn Zentimeter großen Ei aus weißer Emaille. Wer es öffnet, findet einen Dotter aus Gold. Darin brütet eine winzige Henne mit Augen aus Rubinen. Das Federvieh enthält eine Miniaturkrone aus Diamanten und Rubinen; in der Krone hängt ein winziges Rubin-Ei.
27.03.2013

WIEN GAAAAAANZ NACKT!TANZ

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Zur Eröffnung von imagetanz 2013, dem ” Festival für Choreografie, Performance und Kosmisches ” am Freitag, dem 8. März erlebt Wien eine delikate Kunstauktion. Kaum haben die “Nackten Männer” ( erfolgreiche Pimmelschau) das Museumsquartier verlassen, geben sich die Aktionskünstler Diego Agullós & Dmitry Paranyushkins mit Humping Pact die Blöße. HUMPING PACT heißt soviel wie Bumsvertrag und ist ein Pakt zwischen Sex und Architektur. Denn, so meinen die Künstler, „auch Gebäude brauchen Liebe.”

In körperintensiven Interventionen begatten, bespringen und besteigen die beiden Performer öffentliche Gebäude. Durch diese Hump-ins des ausgewählten Objekts lernen sie die zumeist alten Gemäuer kennen und lieben.

Nachdem sich Diego Agulló & Dmitry Paranyushkin unter anderem bereits am Justizpalast in Brüssel, an einem vormaligen sowjetischen Militärstützpunkt in Lettland und einer stillgelegten Kohlengrube liebevoll vergangen haben, werden bei ihrer Vienna Mission Orte wie das Schloss Schönbrunn zu Objekten der Begierde.

MARTIN, AB IN DIE ECKE UND SCHÄM DICH

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Wir hingegen müssen uns für bald 93.000 Klicks wahrlich nicht schämen!

Anmerkung: Die Installation „Martin, ab in die Ecke und schäm dich“ (1989) stammt vom Maler, Schriftsteller,Musiker und Tänzer MARTIN KIPPENBERGER, der nach einem exzessiven Leben am 7. März 1997 mit 44 Jahren in Wien an Leberkrebs starb.

Am 25. Februar d.J. wäre KIPPENBERGER 60 geworden. Aus diesem Anlass widmet das Berliner Gegenwartsmuseum Hamburger Bahnhof dem inzwischen weltberühmten Künstler die umfassende Werkschau :„MARTIN KIPPENBERGER: sehr gut/very good“.

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