Weihnachtsgrüsse von #Matthias_Schweighöfer

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Der Weihnachtsmann kommt heutzutage nicht mehr durch den Kamin, sondern durchs Internet. Nicht nur Firmen, sondern auch immer mehr Promis und Privatleute ersparen sich Handschriftliches und Porto und gratulieren per Tweet und Email.

Matthias Schweighöfer geht mit ………. Beispiel voran:

Persönliche Weihnachtsgrüße von @MSchweighoefer: schickt einen Tweet mit #mschweighoefer an @idolcard pic.twitter.com/c8BlYr3ka1

GUT GEBRÜLLT LÖWE

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Mikkel Legarth mit Löwin Sirga: Der Däne und sein deutscher Kollege Valentin Grüner fanden Sirga als Baby in der Kalahari in Botswana. Sie zogen das Tierbaby in einem Privatgehege auf. Heute werden die beiden als Löwen-Eltern anerkannt, was zu ungewöhnlichen Schmusekontakten führt.

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MIKKEL LEGARTH

CEO / Founder

mikkel@modisa.org

VALENTIN GRUENER

CEO / Founder

valentin@modisa.org

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Valentin Grüner ist 27Jahre alt, kommt aus Nenzingen und hat in Südwestafrika mit seinem Freund Mikkel Legarth aus Dänemark eine Wildtierfarm aufgebaut, das Modisa Wildlife Projekt. Dafür haben sie ein Grundstück gekauft, das 3000 Hektar Fläche umfasst. Auf der Farm für Raubkatzen, Geparden und andere wilde Tiere sollen Freiwillige aus der ganzen Welt gegen Bezahlung einen Kurs buchen und den Busch kennenlernen.

Doch Modisa richtet sich gleichermaßen an die Einheimischen. Löwen gelten in Botswana als Problemtiere, da sie die Viehherden der Bauern reißen. Auch die zunehmende Zerstörung ihres Lebensraums setzt den wilden Katzen schwer zu. Die Farm soll ein Bewusstsein für die einmalige Tier- und Pflanzenwelt Afrikas schaffen, um sie besser zu schützen. Modisa bedeutet „Hüter“ in Setswana, der Landessprache Botswanas.

Das Modisa Life Project auf FACEBOOK: http://modisa.org/im-going-to-modisa/

Man boxt sich so durch: #Karl_Lagerfeld

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Zum 118. Geburtstag des französischen Luxuslabels “Louis Vuitton” wurde eine besondere Linie entworfen. Designer wie Christian Louiboutin, Rei Kawakubo, Karl Lagerfeld und Frank Gehry gaben sich die Ehre und designten besondere Taschenmodelle mit dem weltbekannten Monogram. Auch Karl Lagerfeld hat sich was einfallen lasen:Ein Reiseset für Boxer. Dazu gehören neben einem eleganten Boxsack, passende Handschuhe und Trainingsmatte auch ein großer Koffer, in dem alles verstaut werden kann. Auch kleinere Taschen im Stil eines Boxsackes gibt es zu kaufen.

Die kleinste Tasche kostet 2.300 Euro. Der große Koffer inklusive Boxsack ist schon für 140.000 Euro zu haben. Ein Schnäppchen, sozusagen…

#ELEGIE

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Von Günter Verdin

Ich fühle eine Sehnsucht,

welche wächst

an diesem heiter sanften Herbsttag,

an dem selbst die Sonne

eine Meinung hat –

sie meint es nämlich gut -,

und die Natur es bunt treibt,

und die Blätter wirbeln

ohne laut zu sein,

und alles Spiel wird,

grundlos und gewichtlos,

und die Zeit sich selbst vergisst:

an diesem Herbsttag

fühl ich Sehnsucht danach –

einmal keine Satire zu schreiben.

#Udo_Jürgens und ich: als wir noch a bisserl jünger waren

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Interview mit Udo Jürgens für SDR3. Er war sehr geduldig-das UHER machte Schwierigkeiten.

Guten Morgen!

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Ich will nicht sagen, dass ich viel Kaffee trinke, aber kolumbianische Bauern haben ein Foto von mir im Portemonnaie

getwittert von @hf_sports

Der nackte #Hamlet: #Samuel_Weiss geht mit mir ein Schnitzel essen

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Von Günter Verdin

Hamlet sitzt im sonnigen Gastgarten des „Schützenwirt“ und speist ein Wiener Schnitzel. Die Frage nach Sein oder Nichtsein scheint sich hier auf der paradiesischen Anhöhe von St. Jakob am Thurn zu erübrigen, obwohl sich Samuel Weiss, der von der Kritik gleichermaßen verrissene wie hochgelobte, vom Publikum gefeierte „Hamlet“-Darsteller in der Inszenierung von Martin Kusej (als Ko-Produktion der Salzburger Festspiele mit dem Schauspiel Stuttgart), selbst als manisch depressiv mit stärker werdenden Schüben bezeichnet. Jedenfalls eine ideale Disposition, um sich der vergrübelten Figur des Dänenprinzen zu nähern.

„Peymann wusste gar nicht, wer ich bin“

Sein Bühnen-Debüt feierte der gebürtige Schweizer und Absolvent des Wiener Reinhardt-Seminars übrigens am Burgtheater: „Ich habe als Eleve bei einer Produktion von Manfred Karge mitgespielt. Peymann hat meinen Vertrag nur unterschrieben, der wusste gar nicht, wer ich bin. Ich habe ihn einmal in der Direktion getroffen. Er hat mich gefragt: Wer sind Sie? Was wollen Sie hier? Und da musste ich ihm sagen, dass er mich engagiert hat.
Mir war klar, dass ich am Burgtheater nicht alt werden würde.“

Danach Tübingen, Landestheater, Start mit Sosias im Kleistschen „Amphytrion“, eigentlich eine Rolle für einen Charakterkomiker: „Ich liebe Sachen, wo ich komisch sein darf. Aber in letzter Zeit kommen immer nur so Hammer-Tragödien auf mich zu.“

Wie zum Beispiel der wahnsinnige Doktor, der die Welt mit obskuren Mitteln heilen möchte, in Sarah Kanes „Gesäubert“ in Stuttgart, unter der Regie von Kusej. Das war sozusagen der Vorläufer zu Hamlet. Irgendwann hat Weiss dann erfahren, dass er Hamlet in Salzburg spielt:

„Ich weiß nicht mehr, wann. Aber so rechtzeitig, dass ich noch Text lernen konnte. Es muss relativ früh gewesen sein, denn ich bin sehr langsam beim Textlernen.“

Angst vor Hängern? „Die Figuren, wie ich sie spiele, haben ohnedies meist einen Zacken in der Krone. Da wirkt es relativ natürlich, wenn sie stottern oder nicht weiter wissen. Aber unlängst hatte ich einen Aussetzer im Monolog um Sein oder Nichtsein. Das hat mich maßlos geärgert. Ich stehe da ganz allein auf der Bühne, rund um mich ist das blanke Nichts. In solchen Fällen heißt es ruhig weiteratmen und warten, warten – und dann kommt auch der Text wieder, wie ein Geschenk:“

Samuel Weiss ist meines Wissens der erste Hamlet der Theatergeschichte, der die seelische Selbstentblößung auf die Spitze der körperlichen Nacktheit treibt. Weiss: “Es ist ja nicht das erste Mal, das ich nackt auf der Bühne stehe. Wenn es mir dramaturgisch notwendig erscheint, dann ist Nacktheit für mich so alltäglich wie – eine Tasse Kaffee trinken. Aber ich glaube, ich habe das unterschätzt, dass in Salzburg ehemalige und amtierende Bundespräsidenten, Manager und Showmaster im Publikum sitzen. Die Reaktionen sind zum Teil schon heftig.“

Wie fühlt man sich eigentlich als Künstler bei den Salzburger Festspielen? „Ich war nicht bei der Eröffnung. Aber ich habe die Rede von Bundespräsident Klestil gelesen, dass Salzburg die Schule Europas sein soll, gleichzeitig wurde dann Frau Jelinek vereinnahmt, das fand ich dann schon bedenklich. Schön, dass Salzburg so eine kleine Stadt ist und so viele Menschen „Hamlet“ gesehen haben. Man wird auf der Straße angesprochen, das passiert einem in Stuttgart nie! Na gut, ich bin ja ein relativer Nobody, ich gebe da und dort ein Autogramm. Das hat noch nicht Ausmaße erreicht, dass ich mich belästigt fühlen könnte.“

In New York dominieren zur Zeit Dramen die Bühne, die sich mit naturwissenschaftlichen Themen auseinandersetzen. Wohin geht im deutschsprachigen Theater der Trend?

„Das ist doch ein Zufall, dass das Theater hierzulande zum Siegelverwahrer für klassische Brocken geworden ist. Das hängt damit zusammen, dass Leute, die wirklich schreiben können, keine Lust auf Dramen haben, weil das Theater eine gesellschaftliche Randerscheinung ist. Die schreiben lieber für Film und Fernsehen, oder einen Roman. Das Theater behandelt seit 2000 Jahren das Thema Familie. Und da die Familie gesellschaftlichem Wandel unterworfen ist, kann man da auch immer wieder neue Stücke darüber schreiben. Für mich jedenfalls ist das das zentrale Thema.“

Apropos Familie: Gibt es ein Leben nach dem Theater? Samuel Weiss, ganz privat: „Die beste Entspannung für mich ist, wenn ich mit meiner kleinen Tochter im Kinderzimmer Kasperle spiele. Gut, das ist wieder eine Form von Theater, aber – ein sehr kleines exquisites Publikum!“

Übrigens: Vor einiger Zeit stand in einer Zeitung, dass Depressionen eine gesunde Reaktion sein können, die verhindert, dass man sich selbst überfordert. Samuel Weiss: „Das habe ich auch gelesen. Seither geht es mir schlagartig besser.“

(Das Gespräch fand im August 2000 statt)

ACHTUNG, keine #Satire:#Facebook kennzeichnet Satire

Der ORF hat es lange Zeit für nötig gehalten, Satiresendungen mit einer enervierenden Fliege, die im Bildschirmeck landet, zu markieren. Vielleicht wird das auch heute noch praktiziert, ich weiß es nicht, ich sehe zu selten ORF, das Programm von ORF 1 unterscheidet sich kaum von dem des Amüsiersenders Pro7.
Die Idee hat nun auch FACEBOOK aufgegriffen.

Angeblich reagiert das Social Network auf die Bitte vieler Besucher, man möge
humoristisch angehauchte Nachrichten künftig besser zu kennzeichnen. FACEBOOK testet zur Zeit Satire-Tags, und zwar vorerst nur in den USA , unter anderem für die Satire-Seite THE ONION.

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Die Kennzeichnung besteht aus dem Wort „Satire“ in eckigen Klammern und ist dem Titel einer entsprechenden Meldung vorangestellt.

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Der US-Satireblog macht folgende Vorschläge für weitere Facebook-Tags.

[Passive Aggression]

[Seems like it’s an article but it’s actually a video and you don’t have time for that shit right now]

[Conservative bullshit]

[Liberal bullshit]

[Spring break photos that show a good amount of skin]

[Facebook emotion experiment]

[Pic of ex with someone who may or may not be their new boyfriend, which then causes you to spend an hour and a half scouring posts and pics for just a clue, please god, give me a clue]

[Weird religious rant]

[Strange baby]

[Genuinely gay]

[Something that vaguely looks like porn that you click and then freak out cause you realize it might be one of those things where if you click it it shows everyone that you liked porn]

[Racist uncle]

[Something that will change your perception of pit bulls forever]

[Sad thing that you aren’t sure whether or not to “like”]

[Jurassic Park–related]

Für Deutschland sind noch keine Pläne zur Satire-Kennzeichnung bekannt. Betroffen wäre jedenfalls die oft angeklickte Satire-Website “DER POSTILLION”, die es mit ihren Fake-News sogar ins russische Fernsehen geschafft hat.

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#CONCHITA_WURST? Nein, #THE_BIG_BANG_THEORY

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Nein, natürlich ist das nicht Conchita, sondern es sind die vier Nerds, die zu Beginn der dritten Staffel der TV-Serie “THE BIG BANG THEORY” mit leicht verändertem Look von einer Nordpol-Expedition zurückkehren.

Wir allerdings wissen immer noch nicht, wohin die Reise geht, denn die Produzenten liegen mit den Darstellern im Clinch. Erraten: es geht um viel Geld.
Die Lizenzgebühren pro Folge liegen um die sechs Millionen Dollar pro Folge. Deswegen hat der Sender CBS mit dem Studio Warner Bros. und dem Produzenten Chuck Lorre Verträge für drei weitere Staffeln bis 2017 abgeschlossen.

In dieser Woche sollte Drehbeginn für eine neue Staffel sein.

ABER DIE SCHAUSPIELER SPIELEN NICHT MIT.

Nach amerikanischem Recht dürfen Schauspieler nach sieben Jahren ihre Gagen neu verhandeln, Und davon machen JOHNNY GALECKI (Dr. Leonard Leakey Hofstadter), JIM PARSONS (Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper), KUNAL NAYYAR (Dr. Rajesh „Raj“ Ramayan Koothrappali), SIMON HELBERG (Nur-Ingenieur Howard Joel Wolowitz), KALEY CUOCO-SWEETING (Penny) , MAYIAM BIALIK (Dr. Amy Farrah Fowler) und MELISSA RAUCH (Dr. Bernadette Maryann Rostenkowski-Wolowitz) offensichtlich exzessiv Gebrauch.

Das US-Magazin “Deadline” berichtet zwar von einer gewissen Annäherung zwischen Schauspielern und Produktion, jedoch auch davon, dass die Vorstellungen die Bezüge betreffend nach wie vor weit auseinander klaffen. Eine mögliche Lösung wäre es die Stars noch kräftiger an späteren Einnahmen ( z. B. über Auslandsvermarktung ) zu beteiligen.

Wir sind sicher, dass unsere Lieblings-Nerds, die erfolgreich vom Nordpol zurückgekommen sind, jetzt nicht von ihren Produzenten in die Wüste geschickt werden…

Morgen ,18.7.14 beginnen die #Salzburger_Festspiele:#Gedichte von #Günter_Verdin

CAFE BAZAR
Von Günter Verdin

An einem bis zm Rand
mit Hitze aufgekochten Sommernachmittag
unter
schattenverschwendenden Kastanien,
inmitten
von Chanel-Kostümen,
Großen Braunen, Gucci-Schuhen,
Schlagobers, Taschen von Louis Vuitton,
Creme de la Cremeschnitten,
in Gesellschaft von
Dior, Balmain und Estee Lauder,
und Frisuren
kreiiert von Alexandre (oder doch vom Sturmayr?),
inmitten
der Wortseelen,
die unerlöst um die Tische schweben –

an einem solchen
pierrecardinstrudelundvalentinogetränkten
Sommernachmittag
auf der Bazar-Terrasse,
einmal,
in die wortlastige Stille hinein,
ganz laut rülpsen –
du liebeblauer Himmel! –
ich wäre selbst schockiert!

Die goldnen Brunnen
Von Günter Verdin

Die goldnen Brunnen dieser Stadt,
sie singen ihre leisen Lieder.
Fontänen tönen auf und ab.
Und sie kehren immer wieder.

Vergoldend scheint der Sonne Licht
auf Motivschatzgräber nieder;
im Sucher findest du die Töne nicht.
Und sie kehren immer wieder.

Wie Silber blinkt es auf dem Grund-
die Menschen recken heiter ihre Glieder
und werfen rücklings Münzen in das Rund:
und sie kehren immer wieder.

Sobald der Mond sich silbern spiegelt
tauchen auf ganz andre Brüder
und nach dem Gold ganz ungezügelt –
und sie kehren immer wieder.

Die goldnen Brunnen dieser Stadt,
sie singen ihre leisen Lieder.
Wär alles nur ein Plagiat?
Und sie kehren immer wieder…

GESTERN
Gestern
wurde die Zukunft der Kunst
beschlossen.
Dramatische Szenen gab es nur
beim Theater:
es wurde dann unter Rufpreis abgegeben.

Das klassische Ballett
ging weg, wenn nicht
zum Spitzenwert,
denn doch zu guter Kondition.

Auch im Konzertgeschäft
gaben die Banknoten
den Ton an.
Und schließlich den Ausschlag.

Die Opernproduktionen,
etwas taktlos
als Karajan-Paket bezeichnet,
erzielten die Höchstsumme.

Sänger, Dirigenten und Starregisseure
hielten ihren Marktwert.
Das Direktorium aber
wollte niemand haben.

Ein amerikanischer Automobilerzeuger
machte das Rennen,
nachdem lange Zeit
ein Fast-Food-Konzern
mitgeboten hatte.

Gestern
wurden die Salzburger Festspiele
versteigert.

GEDANKENTURNEN

1.Übung
Der Gedanke steht fest.
Bevor wir ihn als
3.Übung
auf den Kopf stellen,
strecken wir ihn als
2.Übung
bis er sich hebt
und ganz erhaben ist.

4.Übung
Der Gedanke hängt zu hoch.
Bevor wir ihn als
6.Übung
kräftig stutzen,
versuchen wir ihn als
5.Übung
rundum zu öffnen.

7.Übung
Der Gedanke kreist nun.
Bevor wir ihn als
9.Übung
neu in Top-Form bringen,
wagen wir noch als
8.Übung
die In-Frage-Stellung.

Was denken Sie,
wie weit sich
der Festspielgedanke
noch dehnen lässt?

ABERGLAUBE
Läuft einem
sommersüber
in Salzburg
ein Salzbürger
über den Weg
soll man ihn
halsüberkopf
berühren.

Das bringt Glück.

DIE RETOURKUTSCHE

Das müsste
wahnsinnig
komisch sein:
sich in der
Getreidegasse
im Smoking
auf den Gehsteig stellen
und den Touristen
zuschauen:
schauen ob
Unbekannte
dabei sind,
und was sie
Alltägliches anhaben.

Abends
vor dem
Festspielhaus
ist es wieder
umgekehrt.
Da ist der
Smoking
wieder auf dem
rechten Fleck
und links,
gegenüber
auf dem Gehsteig
stauen sich
staunend
die Touristen.

Durch das Spalier
ziehen
lautlos und unsichtbar
Paradepferde
eine Retourkutsche.

Fahr`n ma
Euer Gnaden?

STANDPUNKT

Herüben
flutet das Licht
aus allen Poren
des festlichen Hauses.

Dort drüben
leuchten Augen,
doch treffen die Blicke
unfestlich nur Fakten.

Herüben
buckeln Chauffeure
und reissen
die Wagentüren auf.

Dort drüben
recken verschlossen
Demonstranten die Hälse
gegen die Hochkultur.

Herüben
entfalten festliche Roben
ihre seidenen Blüten,
perlen gleich Tau die Juwelen.

Dort drüben
geraten die Deomonstranten
zusehends ausser sich,
skandieren Unerhörtes.

Ich stehe
dort drüben
bei den Demonstranten,
aber schreite
herüben
ins Festspielhaus.

Rainer Maria Rilke
SALZBURG -(m)eine Ansichtsache

Selbst die Salzach will nicht bleiben.
Sie windet sich durch diese Stadt
wie ein Touristen-Strom, so träg und zäh,
wie eine Diva, eh und je,
liegt sie im Bett und lässt sich
fotografieren.

Und wenn die Gäste ein Bild sich machen
und die Ansicht davonstehlen in alle Welt
im fließenden Kommen-Gehen,
hat der Salz-Bürger sein Nachsehen,
sitzt im Café und lässt sich
irritieren.

Salzburg nämlich gab es nie.
Ist nur Motiv, Fotografie…

Selbst die Salzach will nicht bleiben,
sie windet sich und biegt dann ab vor Lachen.
Und staunend hält die Festung ihre Wache.
O Salzburg – meine Ansicht-Sache:
dein Bild in mir – das will ich nie
verlieren.

DIE LIEBE ZU ZEITEN DES FESTSPIELS

Immerzu seid Ihr zu Gast.
Immer offen ist mein Haus
(respektive meine Zwei-Zimmer-Wohnung).
Immer hoffe ich,
die Spuren zu Euch
in meinem namenlosen Gedächtnis
zu finden.

Und immerzu schwebt Ihr herbei
auf den Flügeln von Tonfolgen.
Nachts versinkt Ihr – Erbarmen! –
in meinen Betten und Armen.
So hat auch die Liebe ihre Jahreszeiten.
Die Zeit, die Ihr Euch nehmt,
von Sommer zu Sommer,
ist gerade lange genug,
die Spannung zu nähren,
für die Erlösung ich sehne.

Doch immerfort
lasst Ihr mich traurig zurück,
auch wenn Ihr bleibt als Idee
von kurzweilender Glückseligkeit
in meinen Betten und Armen.
(Als Hohngelächter trifft mich der Abschied).
Am Himmel bleiben wie Tränenspuren
Kondensfäden zurück.
Ich bleibe auch
und halte die Festung.

SALZBURG, HELLBRUNN

Einsamkeit
gesell dich zu mir,
wir treiben`s zu dritt:
du, ich und meine Melancholie.
Der daraus entspringt
ist ein glücklicher Narr,
nichtsdestoweniger Narr,
er gleicht sich selbst aus
und mir
gleicht er auch.

SALZBURG -Mon Amour

Gott schickt in dieses Dunkel
schöne blonde 1 bis 2-Tage-Engel
sie flattern unheilig durchs Gemüt
und lehren uns das Beten.

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