WIRD #DIETER_BOHLEN JETZT DER #DOKTORTITEL ABERKANNT???

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Haben wir es nicht schon immer gewusst? In der Schlager- und Popmusik wird geklaut , was das Zeug hält. Da die meisten Komponisten massentauglicher Melodien heutzutage die Arbeit dem Computer überlassen, begeht eigentlich dieser die freche Urheberrechts-Verletzung.

Dieter Bohlen, dem Studenten der Berliner Humoldt-Universität in einem YOU TUBE-VIDEO nachweisen, dass er sich in dem für Andrea Berg geschriebenem Lied “Piraten wie wir” bis ins Arrangement hinein bei dem Tina Turner-Hit “The Best” (von Mike Chapman und Holly Knight) bediente, hat also bestimmt nur das falsche Software-Programm verwendet. Seine Songs klingen ja meistens so, als hätte der Blechtrottel nicht allzu lange nachgedacht. Gute Nachricht für ihn: der Doktortitel kann ihm nicht aberkannt werden, weil er keinen hat…

IN DER WISSENSCHAFT

ist es Nichtmehr-Doktor Karl-Theodor zu Guttenberg und Anette Schavan zu verdanken, dass auch einer breiten Öffentlichkeit klar wurde, dass das Übernehmen ganzer Passagen aus Werken anderer Autoren OHNE QUELLENANGABE als Plagiat gewertet wird.

IN DER LITERATUR
wurde 2010 die damals 17jährige Berliner Autorin Helene Hegemann auffällig, die für ihren Debütroman “Axolotl Roadkill” ganze Passagen vom Berliner Blogger AIREN abgeschrieben hatte. Ihre Verteidiger führten die in der Literatur übliche Form der Montagetechnik, deren sich auch Elfriede Jelinek ausgiebig bedient, ins Feld.

PLAGIAT

DER BEGRIFF:

Der Dichter Martial, der vom Vortrag seiner Verse lebte und zu dessen Zeit es noch keine institutionalisierte Form des Schutzes von fremdem Eigentum (Copyright) gab, warf seinem Dichterkollegen Fidentinus vor, seine Gedichte fälschlich als die eigenen vorzutragen. Martial setzt in einem Epigramm seine Bücher mit freigelassenen Sklaven gleich und beschimpft seinen Dichterkollegen daher als plagiarius (wörtlich: Menschenräuber, Sklavenhändler) (Epigramme 1, 52). Der Begriff des Plagiats geht so auf eine der ältesten bekannten Urheberrechtsverletzungen im Rom des ersten Jahrhunderts nach Christus zurück. Im Unterschied zum Beispiel zur Kopie ächteten auch andere Kulturen und Zeitalter die plagiatorische Aneignung eines Werkes weitgehend.

PLAGIATE IN DER POPMUSIK

Die folgende Aufzählung enthält einige bekannte Stücke aus dem Musikgenre Popmusik, die zum Gegenstand von Plagiatsvorwürfen wurden:

My Sweet Lord, Popsong, Plagiator: George Harrison, Original: He’s So Fine von The Chiffons.

Hello, I Love You, Popsong, Plagiator: Doors, Original: All Day And All Of The Night von den Kinks.

A One Minute Silence, Avantgarde, Plagiator: Mike Batt, Original: 4’33” von John Cage
Die Plagiateigenschaft dieses Stückes ist umstritten. Denn während Cage in seinem Stück die Geräusche, die während der Stille entstehen, zur Musik erhebt, behandelt das Stück von Batt tatsächlich die Stille.

Love is a wonderful thing, Popsong, Plagiator: Michael Bolton (April 1991), Original aus Februar 1964 von den Isley Brothers.

Still Got the Blues, Bluesrocksong, Plagiator: Gary Moore (Mai 1990), Original Nordrach, aufgenommen am 29. März 1974 in den SWR-Studios Baden-Baden von Jud’s Gallery, allerdings bis zum Jahre 1999 nie auf Tonträger veröffentlicht. Das Plagiat besteht in der Entlehnung der Gitarrenpassage am Ende des Stückes Nordrach, diese Sequenz bildet das Hauptthema des Stückes Still Got the Blues. Jud’s Gallery gewannen den Prozess gegen Virgin Records am 3. Dezember 2008 vor dem Landgericht München I, Moore legte Berufung ein; 2009 schloss er mit Jud’s Gallery einen Vergleich, zahlte eine nicht genannte Summe und behielt die Rechte an Still Got the Blues.

A Groovy Kind of Love, Popsong, Plagiator: Wayne Fontana and the Mindbenders, Original: ein Rondo von Muzio Clementi (1752–1832)

PLAGIATE IN DER KLASSISCHEN MUSIK

>In der klassischen Musik werden häufig Melodien oder andere markante Merkmale eines Originals (z.B. Rhythmen, Harmoniefolgen) zitiert. Manche wurden vom Autor gekennzeichnet (zum Beispiel als „Variationen über eine Melodie von XY“).

Ein Thema aus Muzio Clementis Klaviersonate B-dur op.24,2 erschien wenige Jahre später bei Wolfgang Amadeus Mozart als Hauptthema in der Overtüre zur Zauberflöte, so dass Clementi dann beim Druck der Sonate auf seine Urheberschaft hinweisen musste.

25.000 $ Schadensersatz musste Vincent Rose für sein Plagiat Avalon an den Verlag Ricordi zahlen, da Rose das Thema aus der Arie des Cavaradossi in Giacomo Puccinis Oper Tosca lediglich nach Moll transponiert hatte. Die weiteren Tantiemen gingen fürderhin an Ricordi.

Ungeklärt ist, wie es zu der Entlehnung des Vilja-Liedes in Lehars Die lustige Witwe aus Carl Nielsens Lille Suite kam.

Um allen PLAGIATSVORWÜRFEN vorzubeugen: diese Liste und die Definition des Begriffs PLAGIAT sind aus WIKIPEDIA hierher transponiert worden.

DSDS:Es hat sich ausgesülzt

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(Mathias Richling als Dieter Bohlen mit Bill und Tom als Marionetten)

Unvorstellbar, dass diese Show in ihrer aktuellen Konzeption eine Zukunft haben könnte! Zuerst einmal sollten die Kandidaten vor ihren eigenen Familien geschützt werden. Besonders aufdringlich gerierten sich diesmal unsere lieben Freunde aus der Schweiz, allen voran die permanent überventilierende Frau Mama der Schlagersängerin Beatrice Egli, die nebenbei bemerkt, weil es eh unwichtig ist, Deutschlands neuer “Superstar” ist. Das aufdringliche Kuhglockengescheppere weckte im Zuschauer die Sehnsucht nach dem Klang der Vuvuzelas bei der Fußball-WM 2010.

Bei DSDS geht es längst nicht mehr um Musik, sonst wären nicht die besten Sänger dieser Staffel, nämlich Ricardo Bielecki und Susan Albers, in den Vorrunden abgewählt worden. Bei DSDS geht es vor allem um den sogenannten Poptitan Dieter Bohlen, dem in der Finalsendung gnädigerweise die Stimme versagte. Der Mann hat die Sendung mit den Jahren konsequent heruntergewirtschaftet, erst mit fiesen Sprüchen, neuerdings durch Geschmacksnivellierung in Richtung deutschen Liedguts a la Andrea Berg und Heino.

Fernseh-Deutschland hat also nun in Beatrice Egli einen neuen “Superstar”, der so singt wie Helene Fischer und Andrea Berg zusammen. Und dafür die ganze Erregung?

DSDS versinkt im Provinziellen, auch wenn die Tokio Hotel-Buben Tom und Bill als Co-Juroren gerne weltgewandt von “Performance” sprachen. Das einzige, was die beiden Finalistinnen Lisa Wohlgemuth und Beatrice Egli ganz offensichtlich in dieser Castingshow gelernt haben ist, wie man sich hingebungsvoll an die von den einfältig wirkenden Moderatoren gerne zitierte “Fanbase” heransülzt. Frau Egli durfte gefühlte zweitausendmal versichern, dass sie die Liebe ihrer Fans von ganzem Herzen erwidere , und Lisa versicherte in Gebetmühlenmanier immer wieder, dass sie so sei wie sie sei und ihren Fans viel Freude bereiten wolle. Das lag natürlich daran, dass bei nur sechs Gesangsauftritten die Sendezeit mit penetranten Aufrufen zum kostenpflichtigen Telefonieren (RTL verdient sich damit nicht nur in dieser Show eine goldene Nase) , Kurzdurchläufen und allerlei dummes Geplapper gefüllt werden musste, schließlich gibt es Werbeblöcke, die irgendwie umrahmt werden sollen.

Über die Choreografie für die, die einzelnen Sänger bei ihren Intonationsversuchen umschwirrenden, Tänzerinnen und Tänzer , dürfen wir schweigen . Wirklich professionell waren Lichtshow und Bühneneffekte mit kräftigem Einsatz der Videowall.

DSDS driftet nun also in Richtung “Musikantenstadel”. Die von RTL so geschätzte werberelevante Zielgruppe lässt sich damit freilich nicht vor den Fernsehapparat locken.

HEIDI KLUM PRÄSENTIERT:Germany’s Next Top-Zicke: Maike .

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Sieht aus, als könne sie kein Wässerchen trüben, ist aber mit allen Wassern gewaschen: Maike

Von Günter Verdin. http://www.verdinguenter.blogspot.com

Will sie am Ende noch deutsche Bundeskanzlerin werden? Wie der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück im Wahlkampf lässt auch die Kölner Krankenschwester Maike in Heidi Klums TV-Casting-Show „Germany’s Next Topmodel“ (Pro7) kein Fettnäpfchen aus, um unliebsam auf sich aufmerksam zu machen. Das ist Teil der Dramaturgie eines solchen Formats : zumindest eine in jeder Staffel muss heftig polarisieren.

Im Fall der kaltschnäuzig wirkenden, aber bei allen “Challenges” sehr professionell agierenden Maike ist klar, dass die anderen Mädels die offensichtliche Sieg-Anwärterin wegmobben wollen. Nicht anders ist zu erklären, warum eine unüberlegte Äußerung Maikes zum publikumswirksamen Eklat hochgespielt wurde.

Es passierte während des Castings für einen Werbespot für den neuen Opel Adam. Aufgabe der Mädchen war es, mit Sportlern, Musikern und Models möglichst auffällig herumzukaspern. Maike, die als Rothaarige für sich keine Chance sah, rotzte den verhängnisvollen Satz in die Kandidatinnen-Runde: „Die suchen für den Spot so einen bestimmten Typen, das typische blonde deutsche Mädel, weil es eine deutsche Automarke ist.“ Muss man so nicht formulieren, aber dass sich deswegen die 16-jährige Lovelyn, die nigerianische Wurzeln hat, einem rassistischen Angriff ausgesetzt sah, ist wohl ein gewolltes Missverständnis. (Übrigens: Lovelyn hat den “Job” bekommen.)

Was soll’s : mit diesem “Eklat”, im Vorfeld der Sendung heftig betrailert, versuchen die TV-Leute das schwindende Interesse an Klums Model-Suche anzufachen.
Casting-Shows per se sind ja längst keine Publikums-Renner mehr. Das bekommt auch Dieter Bohlen bei “Deutschland sucht den Superstar” (RTL) zu spüren. In letztem Aufbäumen holt er am kommenden Samstag Andrea Berg in die Jury, die weder für guten Geschmack in Kleiderfragen (Domina-Verdacht!) , noch in der Auswahl ihrer Trennungs-Schnulzen ( Dauer-Thema: die betrogene Frau) bekannt ist . Frau Berg, die wohl auch in Sachen Bühnenpräsenz und Choreografie beratungsresistent ist, soll also nun über “Talente” urteilen, die jetzt schon wandlungsfähiger sind als sie. Viel Vergnügen !!!

Da die aktuelle Staffel von Heidi Klums Model-Zirkus längst abgedreht ist, haben Insider bereits das vorläufige Ergebnis verraten.
Nach diesen Informationen werden Anna-Maria, Sabrina und – Maike ins Finale walken.

Also sprach…Transe OLIVIA JONES

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Dschungel-Mutti Olivia Jones wird in Zukunft die KandidatInnen im Backstage-Bereich von “Deutschland sucht den Superstar” betreuen. Auf die Interview-Frage das Verhältnis zu Dieter Bohlen betreffend, sagte Olivia Jones:

“Da ich mich ja mit Kakerlaken und anderem Ungeziefer inzwischen auskenne, bin ich auf Dieter bestens vorbereitet.”

“DAS SUPERTALENT” : Faltige alte Männer?

FAZ-Forum / Meinungen zur RTL-Show “Das Supertalent”

12 DOUNIA MOON (DOUNIAMOON) – 16.09.2012 10:56 Uhr
Die faltigen, alten Männer und …
… die junge Mode. Wann hören Männer im relativ hohen Post-Midlife-Crisis-Alter auf, peinlich jugendliche Decal-Shirts (Bohlen mit “Camp David” & Gottschalk mit seinem Elvis-Jesus-Klon-T-Shirt) zu tragen? Nach dem Motto

BIS ZUM HALS LYCEUM, AB DEM KOPF MUSEUM?

Zieht euch mal altersgerecht an. Mache ich doch auch.

Ältere Post zu “Das Supertalent”:

Überraschung. Ungewöhnlich zahm gibt sich Dieter Bohlen als Juror der RTL-Realityshow „Das Supertalent“, die heute ins Finale geht.

GÜNTER VERDIN

Was macht eigentlich Ricardo Marinelli? Nun, ganz ist er nicht in der Versenkung verschwunden: er wird heute Abend beim Finale der diesjährigen „Das Supertalent“-Staffel (RTL) singen. Der junge Tenor Marinelli ist der Vorjahressieger der Casting-Show; zu einer Aufsehen erregenden Karriere wie der von Paul Potts, dem Sieger beim englischen Original „Britain’s Got Talent“, hat es allerdings (noch) nicht gereicht.

Beim Auftritt von Paul Potts brachen Jurymitglieder und Zuschauer gerührt in Tränen aus. Für die Tränen in der deutschen Version der Talent-Show ist vorwiegend Bruce Darnell zuständig, der als Jurymitglied sein Urteil mangels deutscher Sprachkenntnisse meist heulend und pantomimisch darzustellen pflegt.

In der Jury sitzen zudem das Model Sylvie van der Vaart – auch diese sympathische Dame kämpft des Öfteren mit Tränen und der deutschen Sprache – sowie der coole Dieter Bohlen, der sich diesmal auch von seiner einfühlsamen Seite zeigt und viel Lob spendet. Dass es bei der Auswahl der Kandidaten keine Altersbeschränkung gab, macht die Entscheidungsfindung bestimmt nicht leichter.

„Ave Maria“ auf Harmonika

Ein altes Show-Gesetz besagt, dass Künstler auf der Bühne oder im Fernsehen neben Kindern und Tieren immer „abstinken“. Ein anderes Show-Gesetz wird bei der „Supertalent“-Suche zur Zeit überstrapaziert: Jeder angehende Star wirbt mit seinem besonderen Schicksal um die Gunst des Publikums, das per Telefonabstimmung über den Sieg entscheiden wird. Da ist der Hartz IV-Empfänger, der auf seiner Mundharmonika „Ave Maria“ spielt, und der ehemalige Hochseilartist, der wie Dean Martin singt, oder der Sänger von „My Way“, der Aids hat.

Während im Vorjahr der Gesang dominierte, hat das aktuelle Angebot vor allem Varieté-hafte Züge: Da gab es Bauchtanz, Ausdruckstanz, Revue-Samba, Akrobatik und mehr, auf meist gutem bis aufsehenerregendem Niveau. Allerdings litt die Spannung in den Vorrunden darunter, dass die Teilnehmer immer mit demselben Song oder Show-Act antraten.

Durchschnittlich 6,14 Millionen Zuschauer haben allein in Deutschland die Vorrunden gesehen. Beim Finale, bei dem es nicht nur um den Titel „Das Supertalent“, sondern auch um 100.000 Euro geht, werden es sicher ein oder zwei Millionen mehr sein. Qualifiziert haben sich unter anderen der zehnjährige Hip-Hopper Marcel Pietruch aus Bremerhaven, der 21-jährige Berliner Trapezkünstler Christoph Haese, der Derwischtänzer Shinouda Ayad aus Kiel, der 31 Jahre alt ist, und der Jongleur Kelvin Kalvus (40) aus Dresden.

Duri aus Österreich ist dabei

Der hoffnungsvolle Nachwuchs ist mit dem 12-jährigen „Teufelsgeiger“ Lukas aus Kiel und dem ebenfalls 12 Jahre alten Sänger Duri Krasniqi aus Spittal an der Drau vertreten. Obwohl wir natürlich Duri aus Österreich die Daumen drücken, wird aller Wahrscheinlichkeit die 13-jährige Halb-Schwedin Yosefin Buohler aus Königswinter das Rennen machen: Sie ist die Entdeckung der Show; sie hat eine bereits gereifte, ausdrucksstarke, voluminöse Stimme. Sie singt routiniert wie eine Erwachsene, auch wenn sie – von den Ratgebern im Hintergrund dazu verdammt – wie Pippi Langstrumpf mit Zöpfchen und Trägerkleidchen daherkommt.

Eine Erkenntnis nehmen wir mit aus der „Supertalent“-Show: Es ist doch nicht alles schlecht, was Dieter Bohlen macht. Zumindest solange er nicht selbst singt. Samstag, RTL/20.15
Tv / 29.11.2008 29.11.2008 / Print

TRASH UND TRÄNEN
Auf den Jahrmärkten im Mittelalter gab es viel fahrendes Volk zu sehen: Musikanten, Damen mit übernatürlich großen Brüsten, Hypnotiseure, Magier…
Heute kommen sie alle zu Dieter Bohlen. Die neuen Folgen der Casting-Show „Das Supertalent“ (RTL) wurden bereits im August aufgezeichnet, erst ab dem Halbfinale wird live gesendet. Den Sieger (im Vorjahr übrigens ein Hündchen namens Primadonna) erwartet ein „Honorar“ in Höhe von 100.000 Euro. Die beiden Auftakt-Shows am Freitag und Samstag lockten jeweils über 7 Millionen Schaulustige vor den Bildschirm und boten die übliche melodramatische Mischung aus Trash und Tränen. Die Grenzen des guten Geschmacks sind in dieser Show sehr eng gesteckt: eine Dame aus Amerika mit übernatürlicher Körbchen-Große zertrümmerte mit ihren Brüsten Bierdosen und Wassermelonen, und ein 61jähriger Body-Künstler aus Australien „malte“ mit Gesäß und Gemächt ein Aquarell, das wie eine Karikatur der Mona Lisa wirkte.
Zwischendurch gibt es allerdings auch viele poetische und berührende Momente: der junge Ganzkörper-Luftballon-Mann bezaubert ebenso wie der Bub, der „O Sole Mio“ krächzt und leise grollend der ihn am Klavier begleitenden Mama die Schuld am verpatzten Einsatz gibt.
Dass von der Regie gerne ein wenig nachgeholfen wird, lässt sich nicht übersehen. Eine junge Violonistin wurde erst vom Publikum ausgebuht und schließlich umjubelt, als sie rockig wie Vanessa Mae aufgeigte. Das wirkte ebenso inszeniert wie auch die Hypnose-Show, in der die sonst oft zu Tränen gerührte Jurorin Sylvie van der Vaart wie zu Stein erstarrte. Natürlich ist das alles nur bestenfalls Illusion und schlimmstenfalls Schwindel . Aber was könnte man denn von einem Jahrmarkt-Zirkus anderes erwarten?
TV/ 28.09.2010

PHYRRUSSIEG FÜR DIETER BOHLEN

Wer sagt denn, dass die Show immer weiter gehen muss? Respekt dem ZDF und Thomas Gottschalk dafür, dass sie die Sendung „Wetten dass“ abbrachen, nachdem der junge Kandidat, der mit Springstiefel fünf fahrende Autos überspringen wollte, schwer gestürzt war. Der Schock für alle Beteiligten und Zuschauer sollte heilsam sein: unser aller Sensationsgier fördert solche extreme Situationen, in denen Menschen ihr Leben riskieren.
Von der Absage der Wetten-Show profitierte natürlich RTL: das Halbfinale der Zirkus- und Jahrmarkt-Show „Das Supertalent“ lief im Deutschen Fernsehen diesmal ohne Konkurrenz. Peinlich war an diesem Samstagabend einiges, aber das ist man bei Sendungen mit Dieter Bohlen ja gewöhnt . Nur noch peinlich ist zum Beispiel Juror Bruce Darnell, der sein Unvermögen , einen vernünftigen deutschen Satz von sich zu geben, mit Fäkalausdrücken kaschiert. Peinlich ist auch die Selbstgefälligkeit des sogenannten Poptitanen Bohlen, der die eigene Sendung nicht oft und grell genug loben kann. Und degoutant sind die Auftritte, in denen sich Menschen selbst jeglicher Würde berauben, wie der der Stripclub-Besitzerin , die mit ihren übernatürlich großen Brüsten unter anderem Dosen zerdeppert und Bierfässer anschlägt. Für das Finale am kommenden Samstag der von einem genialen Licht-und Designerteam betreuten Show haben sich denn doch die Richtigen qualifizieren können: die junge stimmstarke Popsängerin Ramona Fottner, der gekonnt zwischen Bariton und Falsett changierende Freddy Sahin-Scholl und der taubstumme Disco-Tänzer Tobias Kramer, der den Rhythmus über die Bass-Schwingungen aus den Lautsprecher-Boxen fühlt. Da hat der Bohlen auch mal was Richtiges und Mitmenschliches gesagt: dass der junge Mann nämlich vielen anderen behinderten Menschen Mut machen kann.

BAUCHTANZENDE RATTEN FÜR ONKEL DIETER

Nachdem durch einen RTL-Chef einmal ganz willkürlich die Altersgrenze der sogenannten werberelevanten Zielgruppe mit 49 Jahren festgezurrt wurde, ist die Fernsehgemeinde gespalten und findet kaum mehr zum gemeinsamen family-viewing zusammen. Das war besonders gut und extrem am vergangenen Samstag zu beobachten. Während sich Thomas Gottschalk im ZDF für die Aktion „Ein Herz für Kinder“ abrackerte (und beinahe 16 Millionen Euro lukrierte) und unter anderem auch den sympathisch engagierten britischen Prinzen Harry zu Gast hatte, sahen die „Jungen“ lieber das Finale von „Das Supertalent“ (RTL) und „Schlag den Raab“ (Pro7). Der gewiefte Entertainer Raab, der diesmal (wie auch sein übrigens siegreicher Herausforderer) die Wettkämpfe wegen einer Armverletzung mit links erledigen musste, ist mittlerweile inflationär aktionistisch tätig: der Reiz der von ihm initiierten amateursportlichen Veranstaltungen wie Turmspringen, Stockcar-Rennen und Wok-WM scheint allmählich zu verblassen. Am Samstagabend hatte Raab weder gegen seinen Herausforderer noch gegen Dieter Bohlens bunter Zirkus-Show eine Chance. Im Finale von „Das Supertalent“ siegte diesmal dankenswerterweise nicht ein tanzbegeistertes Hündchen, sondern der Sänger Freddy Sahin-Schol, dessen Stimme sowohl im Bass wie im Falsett überzeugt. Bohlen warb bereits intensiv für die neue Staffel im Jahr 2011: auch bauchtanzende Ratten seien ihm willkommen. Vermutlich meint es Bohlen ernst damit.
TV/21.12.2010

“DAS SUPERTALENT” HEISST IN ÖSTERREICH “DIE GROSSE CHANCE”

Der Zirkus ist in der Stadt und im ORF. Der “Circus Roncalli” gastiert in Wien, und sein Direktor Bernhard Paul fühlt sich als Juror in der ORF- Talenteshow “Die grosse Chance” wohl wie zu Hause. Auch im vierten Casting am vergangenen Freitag hinterliessen naemlich die jungen Artisten, etwa der bereits sehr professionelle Zauberkünstler Thommy Ten, der Barkeeper Stefan Haneder mit seiner Flaschen-Jonglage oder auch die Kinder- Akrobatik-Gruppe “magic acrobatics” die stärksten Eindruecke. Und eigentlich zählen die Hip-Hop-Tänzer der “X-Company”,die sich für die Live-Shows ab 21. Oktober qualifiziert haben,
auch zu den herausragenden Akrobaten. Auch wenn sich der Eindruck verfestigt, dass zunehmend das Fernsehprogramm vom Publikum selbst gestaltet wird, darf man der ORF-Show eine pfiffige Dramaturgie mit melodramatischen Akzenten attestieren . Auch wenn die Auslassungen der Jury- Mitglieder, darunter der mittlerweile sich handzahm gebende, bei Jodel- Darbietungen sogar mitschunkelnde und falsch singende Rapper Sido, wenig erhellend sind und sich die Gespräche hinter der Bühne in den Nuancen Lampenfieber und Euphorie nach den Auftritten in die Länge ziehen, kommt kaum Langeweile auf. Bernhard Paul jedenfalls kann für seine Jugend- Matinees und seine Zirkus-Programme aus dem schier unerschoepflichen Fundus Österreichich Talente schoepfen.
TV/03.10.2011

ZWEI TITANEN -UNENDLICH GÜTIG UND WEISE


Paperblog

Mario Gomez in den “Stuttgarter Nachrichten”, Dienstag, 26. Juni 2012
auf die Feststellung:
Es gibt Fan-Umfragen, wonach Miroslaw Klose ( beim EM-Halbfinale am Donnerstag, Anm.) spielen soll.

GOMEZ: Das ist doch menschlich. Wenn zwei zur Auswahl stehen, hat jeder einen,der ihm besser gefällt. Es ist das Los des Leistungssportlers, damit klarzukommen. Damit setze ich mich auseinander, seit ich 18 bin. Man weiss mit der Zeit, dass das, was man geleistet hat, schnell nichts mehr zählt.

Dieter Bohlen in “BILD”, Dienstag, 26. Juni 2012, zur Reporter-Feststellung:
In einer Pressemitteilung von RTL wird zu den Castings (für “Das Supertalent”, Anm.) mit Thomas Gottschalk und Dieter Bohlen geladen.
In dieser Reihenfolge.

BOHLEN: Na gut. Er ist der Ältere von uns beiden. Er hat Vorrecht. Aber ernsthaft: So etwas sehe ich völlig emotionslos. Wir müssen als Team funktionieren. Ego-Shows gehen nicht.

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